Grünabfall

Der KBA Hard werden jährlich 5'500 Tonnen Grünabfälle angeliefert. Davon stammen 5'000 Tonnen aus der kommunalen Sammlung in den Verbandsgemeinden. Das Sammelgut besteht vor allem aus pflanzlichen Gartenabfällen (Rasenschnitt, Strauch- und Baumschnitt, Stauden, Laub). Diese sind mit Küchenabfällen und Speiseresten vermischt, da in den Verbandsgemeinden die organischen Küchenabfälle für die Grünabfuhr zugelassen sind.

Das Grüngut wird triagiert, um geeignete Fraktionen für die zur Verfügung stehenden Verwertungswege bereitstellen zu können.

Herstellung von Häckselgut aus holzartigem Grüngut

Das holzartige Grüngut (Baumschnitt, Landschaftspflegeholz, Schwemmholz) ist für einen Einsatz als Brennstoff sehr gut geeignet. Derartiges Grüngut wird daher gehäckselt und die Hackschnitzel werden in Holzheizzentralen zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt.

Küchenabfälle sind für die Biogasproduktion geeignet

Zur Vergärung in der betriebseigenen Biogasanlage sind vorwiegend die in der Grünabfallsammlung vorhandenen Küchenabfälle (Rüstabfälle und Speisereste) geeignet. Diese weisen ein hohes Gaspotential auf und sind zudem gut zu einem pumpfähigen Gärsubstrat zu verarbeiten.

In den Wintermonaten treten in den Grünabfallsammeltouren die Küchenabfälle zum Vorschein und können dann gut abgetrennt werden. In den Monaten Mai bis Oktober dominieren in der Grünabfallsammlung hingegen die Gartenabfälle (Strauch- und Heckenschnitt sowie Laub, Christbäume im Januar), die durch ihre holzige Struktur zu Störungen in Pumpen, Separatoren und Rohrleitungen führen und zudem nur zu einen geringen Anteil in Biogas umgesetzt werden können.

Von der angelieferten Grünabfallmenge werden rund 1'000 Tonnen in der betriebseigenen Biogasanlage zur Biogasgewinnung eingesetzt.

Kompostierwerk Buchs

Kompostmieten im Kompostwerk Buchs

4'000 Tonnen Grünabfälle werden im Kompostwerk Buchs zu Komposterde verarbeitet. Im Kompostierwerk wird das zerkleinerte Grüngut zu trapezförmigen Mieten aufgeschichtet. Danach beginnt der durch Bakterien und Pilze gesteuerte Rotteprozess, bei dem im Verlauf mehrerer Wochen das Grüngut zersetzt wird. In der ersten Phase steigt die Temperatur in den Mieten auf über 70°C, wodurch eine Hygienisierung erreicht wird. Darauf folgt die Umbauphase bei 30-40°C, in der die Pflanzenzellulose von Pilzen aufgeschlossen wird. In der sich anschliessenden Aufbauphase übernehmen bei rund 20°C Milben, Asseln, Tausendfüssler und Kompostwürmer ihre Tätigkeit. Sie vermengen die organischen und mineralischen Bestandteile in ihrem Darm zu Humuskrümeln.

Mit einem Kompostwender werden die Kompostmieten regelmässig umgesetzt

Während dem Rotteprozess werden die Mieten in regelmässigen Abständen umgesetzt und durchmischt. Dieser Arbeitsschritt ist zur Erreichung der gewünschten Qualität ausserordentlich wichtig und wird bis zu zehnmal durchgeführt. Nach fünf- bis achtwöchiger Rotte ist Frischkompost entstanden. Der Frischkompost wird gesiebt, um unerwünschte Fremdstoffe und grobe Bestandteile zu entfernen. Der Frischkompost wird unter der Marke RHEIKO-Kompost vor allem für den Einsatz in Freilandkulturen oder als Grundlage für Pflanzenerdemischungen abgegeben.

Für den Einsatz in Spezialkulturen, in der Pflanzenanzucht oder als Bestandteil von Kulturerden wird der Frischkompost nachgerottet, dabei entsteht hochwertiger Reifekompost.

Betriebe des Kläranlageverbands

KBA Hard

ARA Röti

MKD Pflumm

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