Deponieerkundung und Deponiebau

Mitte der 1970er Jahre wurden verschiedene Deponiestandorte im Raum Schaffhausen auf ihre geologische Eignung geprüft, weil damals die zur Deponierung der Schlacke aus der Kehrichtverbrennung KBA Hard genutzte Deponie im "Engiwald" in absehbarer Zeit verfüllt war. Vom beauftragten Geologiebüro wurde die Tongrube "Hintere Pflumm" auf der Gemarkung Gächlingen als sehr geeignet betrachtet. Der in diesem Gebiet vorhandene Opalinuston erreicht innerhalb des Deponiebereichs Mächtigkeiten zwischen 10 und 70 Metern, und bietet eine ausreichende Sicherheit gegenüber dem Eindringen von Deponiesickerwasser in den Untergrund.

Daraufhin wurde 1977 die Deponie Pflumm unter der Leitung des kantonalen Tiefbauamtes gebaut. Auf einer Fläche von 7700 Quadratmetern wurde eine 2 Meter tiefe Grube gegraben. Das dabei angefallene Baggergut wurde neben der Grube abgelagert. Um die Wasserdichtheit des Opalinustons zu erhöhen, wurde die Grubensohle auf einer Teilfläche aufgeraut und anschliessend mit einer Vibrationswalze wieder verdichtet. Da aber mit dem Aufreissen der Sohle die Wasserdurchlässigkeit eher erhöht wurde, ist diese Methode bei später erstellten Abschnitten nicht mehr ausgeführt worden. Die Grubensohle wurde mit einem Gefälle von 5% gegen ein Auffangbecken ausgebildet. Mit zwei Sickerwasserleitungen wurde die Grube entwässert. Diese waren an zwei am Grubenrand verlegte Sammelleitungen angeschlossen, die in ein Auffangbecken mündeten. Der Deponiebetrieb wurde Anfang 1978 unter der Verantwortung des kantonalen Laboratoriums aufgenommen.

Der Plan zeigt die Deponiesituation im September 1979. Auf der rechten Seite der Deponiegrube ist das beim Deponiebau anngelegte Erddepot abgebildet. Darüber wurde eine "Sondermüllgrube" für flüssige und pastöse Abfälle errichtet. Die 6 Meter tiefe Grube wurde mit einer Kunststofffolie abgedichtet.

Betriebe des Kläranlageverbandes

Deponie Pflumm

ARA Röti

KBA Hard

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